
GUTE DINGE LAUFEN WEITER.
Ein Oldtimer, ein Motorrad, eine Langspielplatte. Dinge, die man erst richtig kennenlernt, wenn man Zeit in sie investiert. Von Blues und harten Riffs bis hin zu Soul und Geschichten von unterwegs: Musik für die Werkstatt und den Moment, in dem der Werkzeugkasten wieder zu ist.
MUSIC EXPLAINED.
GUTE DINGE LAUFEN WEITER.
Ein altes Auto, ein Motorrad und eine LP fordern Aufmerksamkeit. Lies, wie Schrauben und Zuhören zusammenfinden, vom Proberaum von CCR bis zur Garage, in der die Foo Fighters „Wasting Light“ aufnahmen.
Lies die GeschichteEINE AUSWAHL VON SJELF.
THE RECORDS.
Zwanzig Albumfavoriten von SJELF in vier Hörerouten. Die Jahreszahlen sind die ursprünglichen Albumjahre; die verlinkten Spotify-Editionen können Bonustracks enthalten. Die Nummern dienen zur Orientierung und sind keine Rangliste der beliebtesten Titel unter Auto- oder Motorradfans.
DIE WERKSTATT.
01 / 1980
BACK IN BLACK.
AC/DC
Der Raum zwischen den Gitarrenschlägen ist genauso wichtig wie das Riff. Leg den Titelsong auf und achte darauf, wie Gitarre, Bass und Schlagzeug sich gegenseitig genau genug Platz lassen. Hart, direkt und ohne unnötige Bauteile.
02 / 1973
TRES HOMBRES.
ZZ Top
„Waitin’ for the Bus“ geht fast nahtlos in „Jesus Just Left Chicago“ über. Blues, Boogie und eine Gitarre mit rauen Kanten geben diesem Album seinen Halt. Achte auf die kleinen Akzente unter den großen Riffs.
Spotify: Expanded 2006 Remaster.
03 / 1970
COSMO’S FACTORY.
Creedence Clearwater Revival
Kurze Songs wie „Up Around the Bend“ stehen neben dem ausgedehnten „I Heard It Through the Grapevine“. Der Titel verweist auf den Proberaum der Band. Eine treffende Platte für einen Ort, an dem harte Arbeit und Experimentieren Hand in Hand gehen.
04 / 1973
MOONTAN.
Golden Earring
„Radar Love“ ist der Einstieg, aber die langen Stücke laden dazu ein, weiterzuhören. Golden Earring verbindet einen vorwärtstreibenden Rhythmus mit Raum für Abzweigungen. Gitarrenarbeit für Kenner, die gerne über den bekanntesten Song hinaussehen.
05 / 1968
STEPPENWOLF.
Steppenwolf
„Born to Be Wild“ und „The Pusher“ landeten auch in „Easy Rider“. Auf diesem Debüt hörst du das Blues-Fundament unter jenen berühmten Filmbildern. Ein Ausgangspunkt für die Band hinter der Assoziation mit Motorrädern und Freiheit.
GROOVE IN DER MASCHINE.
06 / 2010
BROTHERS.
The Black Keys
„Howlin’ for You“ zeigt, wie viel ein einfaches Schlagzeugmuster tragen kann. Die Stimmen, Gitarren und Soul-Farben geben der Wiederholung immer wieder einen neuen Rand. Ein Album, das in Bewegung bleibt, ohne ständig die Richtung zu ändern.
Spotify: Deluxe Remastered Anniversary Edition (2020).
07 / 2003
ELEPHANT.
The White Stripes
Hinter „Seven Nation Army“ wartet noch mehr: der zurückhaltende Gesang von Meg White in „In the Cold, Cold Night“ und der lange Blues-Dialog von „Ball and Biscuit“. Eine kleine Besetzung kann einen überraschend großen Werkzeugkasten haben.
08 / 1991
BLOOD SUGAR SEX MAGIK.
Red Hot Chili Peppers
Fange mal beim Bass an. In „Give It Away“ und „Funky Monks“ hörst du, wie Rhythmusinstrumente den Song vorwärtstreiben. Die ruhigeren Passagen lassen Luft zwischen den Eruptionen. Eine Platte, bei der es um das Zusammenspiel geht.
09 / 2015
SOUND & COLOR.
Alabama Shakes
Brittany Howards Stimme kann eine Passage aufbrechen, aber die Band weiß auch, wie kraftvoll Zurückhaltung sein kann. „Don’t Wanna Fight“ und „Gimme All Your Love“ geben Soul und Gitarrenarbeit verschiedene Formen. Für eine Werkstatt, in der die Tür zu neuen Klängen offen steht.
10 / 2002
SONGS FOR THE DEAF.
Queens of the Stone Age
Radiofragmente verbinden die Songs, als würdest du unterwegs am Sendersuchlauf drehen. Die straffen Muster von „No One Knows“ bekommen an anderer Stelle eine rauere Fortsetzung. Ein Album, das seine eigene Fahrt macht, von Anfang bis Ende.
Spotify: Digitale Edition mit Bonustracks.
RAUM ZUM SCHAFFEN.
11 / 2011
WASTING LIGHT.
Foo Fighters
Aufgenommen in Dave Grohls Garage mit analogen Geräten. Die direkte Bandenergie passt zur Idee einer Werkstatt: vorbereiten, spielen und justieren. Von „Bridge Burning“ bis „Walk“ zieht sich eine klare Linie durch die Platte.
12 / 1972
MACHINE HEAD.
Deep Purple
„Highway Star“ ist ein kraftvoller Auftakt. Danach bekommen Orgel und Gitarre den Raum, um aufeinander zu reagieren. Hör dir „Lazy“ für das Vergnügen von Musikern an, die gemeinsam eine Idee ausbauen.
Spotify: Remastered, mit Bonustrack.
13 / 1968
ELECTRIC LADYLAND.
The Jimi Hendrix Experience
„Crosstown Traffic“ ist kompakt; andere Stücke dehnen den Raum hingegen aus. Die Gitarre wird gleichzeitig zur Stimme, zum Rhythmus und zur Landschaft. Für den Moment, wenn ein bekanntes Instrument noch etwas Unerwartetes tun darf.
14 / 1975
BORN TO RUN.
Bruce Springsteen
Autos, Straßen und das Verlangen, aufzubrechen, bekommen große musikalische Gesten. „Thunder Road“ beginnt klein und lässt die Welt wachsen. Eine Platte für den Moment, in dem Pläne langsam zu einer echten Route werden.
15 / 1998
CAR WHEELS ON A GRAVEL ROAD.
Lucinda Williams
Eine raue Stimme, erkennbare Orte und Erinnerungen, die nicht ganz verschwinden. Der Titelsong verleiht Bewegung eine persönliche Geschichte. Für den Liebhaber, der hinter jedem Kilometer auch einen Menschen hören will.
NACH DEM SCHRAUBEN.
16 / 1985
BROTHERS IN ARMS.
Dire Straits
Von der Bewegung von „Walk of Life“ bis zur langen Atemführung des Titelstücks. Die Gitarrenlinien bekommen Zeit, um eine Geschichte zu vollenden. Ein Album für den Moment, in dem der Werkzeugkasten zu ist und niemand sofort nach Hause muss.
Spotify: 40th Anniversary, mit Live-Bonusmaterial.
17 / 1979
RUST NEVER SLEEPS.
Neil Young & Crazy Horse
Die ursprüngliche Platte bewegt sich von akustisch zu elektrisch. Eine vertraute Idee bekommt eine neue Haut, sobald die Verstärker übernehmen. Schön, zwei Seiten hintereinander zu hören und den Unterschied wirken zu lassen.
18 / 1967
STRANGE DAYS.
The Doors
Eine Orgel, eine dunkle Stimme und Songs, die etwas aus der Bahn zu geraten scheinen. „People Are Strange“ ist ein kurzer Einstieg; „When the Music’s Over“ öffnet die Tür weiter. Für das letzte Licht in der Werkstatt.
19 / 1968
AT FOLSOM PRISON.
Johnny Cash
Der Saal spricht mit. Zwischen den Songs hörst du Reaktionen und Spannung, die zu dieser Aufnahme gehören. Cash verleiht Geschichten eine klare Stimme. Eine Live-Platte, für die man sich nach einem Nachmittag Arbeit wirklich Zeit nehmen sollte.
Spotify: Legacy Edition, mit beiden Auftritten und zusätzlichem Material.
20 / 1991
TEN.
Pearl Jam
Harte Gitarren lassen Raum für Zweifel und Verletzlichkeit. Lege „Black“ neben die Unruhe von „Even Flow“ und höre, wie breit dieselbe Band klingen kann. Eine letzte Platte, die ein Gespräch noch ein wenig aufschieben kann.
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DIE MACHER HINTER DEN PLATTEN.
ZWANZIG KÜNSTLER.
Von Blues und harten Riffs bis zu Soul und Geschichten von unterwegs. Entdecken Sie das breitere Repertoire der Künstler aus unserer Auswahl.
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AC/DC.
Back in Black · 1980
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ZZ TOP.
Tres Hombres · 1973
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CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL.
Cosmo’s Factory · 1970
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GOLDEN EARRING.
Moontan · 1973
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STEPPENWOLF.
Steppenwolf · 1968
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THE BLACK KEYS.
Brothers · 2010
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THE WHITE STRIPES.
Elephant · 2003
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RED HOT CHILI PEPPERS.
Blood Sugar Sex Magik · 1991
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ALABAMA SHAKES.
Sound & Color · 2015
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QUEENS OF THE STONE AGE.
Songs for the Deaf · 2002
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FOO FIGHTERS.
Wasting Light · 2011
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DEEP PURPLE.
Machine Head · 1972
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JIMI HENDRIX.
Electric Ladyland · 1968
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BRUCE SPRINGSTEEN.
Born to Run · 1975
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LUCINDA WILLIAMS.
Car Wheels on a Gravel Road · 1998
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DIRE STRAITS.
Brothers in Arms · 1985
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NEIL YOUNG.
Rust Never Sleeps · 1979
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THE DOORS.
Strange Days · 1967
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JOHNNY CASH.
At Folsom Prison · 1968
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PEARL JAM.
Ten · 1991
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