SJELF. STORIES WORTH KNOWING.

ARTIST STORY

SLAYER.

Slayer machen aus Geschwindigkeit, scharfen Riffs und rhythmischer Präzision eine direkt erkennbare Sprache. Auch die langsameren Bewegungen halten diese Spannung aufrecht.

5 MIN READ WORDS BY SJELF.
Slayer tijdens Fields of Rock in 2007.

IMAGE CREDIT: Francis, via Wikimedia Commons · CC BY 2.0. Zur Anzeige verkleinert und je nach Bildschirm zugeschnitten.

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DER GEMEINSAME EINSATZ ZÄHLT

Slayer klingen, als würde eine Band im selben Moment beschließen, den gesamten Raum einzunehmen. Die Gitarren setzen scharfe Figuren, die Drums geben die Richtung vor und die Stimme macht den Einsatz unmittelbar. Diese Kraft entsteht nicht nur durch Lautstärke oder Geschwindigkeit. Das Zusammenspiel muss die verschiedenen Bewegungen präzise genug zusammenhalten, damit sie als Song funktionieren. Eine kurze Unterbrechung kann dadurch ebenso markant werden wie eine lange, schnelle Passage. Achten Sie auf den Punkt, an dem die Band nach einer solchen Unterbrechung zurückkehrt. Die Spannung ist nicht verschwunden, sondern nimmt eine neue Form an. Slayer machen den gemeinsamen Einsatz zu einem erkennbaren Mittel, mit dem ein Riff zu mehr wird als einer Reihe einzeln gespielter Noten.

GITARREN MIT EINER SCHARFEN KONTUR

Kerry King und Jeff Hanneman verleihen dem klassischen Repertoire eine Gitarrenstimme, in der straffe Riffbewegungen und unruhige Solopassagen nebeneinanderstehen. Ein Solo muss den Song nicht melodisch zur Ruhe bringen. Es kann die Spannung gerade weiter aufbrechen. Das macht das Verhältnis zwischen den Einzelteilen wichtig. Die rhythmische Gitarrenfigur hält die Form klar, während eine andere Partei vorübergehend durch sie hindurchschneidet. Die verschiedenen Rollen verstärken sich gegenseitig, wenn die Band anschließend erneut einen gemeinsamen Punkt findet. Verfolgen Sie einen Song daher einmal, ohne nur auf das Solo zu warten. Die wiederholten Figuren, Akzente und Übergänge bauen bereits einen Großteil des Charakters auf, bevor eine einzelne Gitarrenlinie die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

DRUMS MACHEN DIE RICHTUNG HÖRBAR

Dave Lombardo gehört zur Besetzung auf Reign in Blood. Seine Drums geben der Geschwindigkeit durch Akzente, Übergänge und das Verhältnis zwischen verschiedenen Schlägen eine konkrete Form. Es ist möglich, die Platte zuerst als eine einzige heftige Bewegung zu erleben und erst später zu hören, wie viele Details diesen Eindruck unterstützen. Ein Song kann das Tempo oder das rhythmische Gefühl ändern, ohne dass die Energie in sich zusammenbricht. Die Drums helfen dabei, eine solche Verschiebung lesbar zu machen. Der Zuhörer spürt, wo ein neues Teil beginnt, auch ohne es technisch zu benennen. Das macht Präzision zu einem Teil der direkten Wirkung. Das Zusammenspiel erfordert nicht, dass alle ständig dasselbe tun, sondern dass die verschiedenen Bewegungen zum richtigen Zeitpunkt ineinandergreifen.

DIE FRÜHEN PLATTEN ÖFFNEN DIE SPRACHE

Show No Mercy erscheint 1983, gefolgt von Hell Awaits im Jahr 1985. Die Alben bieten einen Pfad zu der Art und Weise, wie Slayer ihre musikalische Sprache erarbeiten. Der heftige Gitarreneinsatz und das Interesse an bedrohlichen Themen sind vorhanden, doch jede Platte hat ein eigenes Verhältnis zwischen Songlänge, Riffentwicklung und Arrangement. Es ist aufschlussreich, die frühen Aufnahmen neben Reign in Blood zu legen und zu hören, was eine kompaktere Albumform verändert. Geschwindigkeit kann dasselbe Mittel bleiben, während die Anordnung schärfer wird. Die Band muss dafür nicht jeden Song identisch aufbauen. Gerade der Unterschied zwischen einzelnen Einsätzen, längeren Passagen und gemeinsamer Rückkehr verleiht dem Repertoire seinen eigenen rhythmischen Charakter.

REIGN IN BLOOD BLEIBT KOMPAKT

Reign in Blood erscheint 1986 mit Rick Rubin als Produzent. Tom Araya, Jeff Hanneman, Kerry King und Dave Lombardo bilden die Besetzung. Die zehn ursprünglichen Tracks folgen einander in einer kompakten Reihe. Angel of Death und Raining Blood sind bekannte Einstiege, doch die kurzen Songs dazwischen bestimmen mit, wie die Platte funktioniert. Ein heftiger Einsatz macht Platz für eine nächste Figur, bevor die Aufmerksamkeit abschweifen kann. Das bedeutet nicht, dass alles im selben Tempo oder in derselben Form gespielt wird. Die Veränderungen erhalten gerade innerhalb der kurzen Gesamtbewegung Bedeutung. Hören Sie auf die Übergänge und auf die Art und Weise, wie die letzten Tracks einen Abschluss aufbauen. Das Album nutzt seine Länge als Teil der Komposition.

THEMEN VERLANGEN NACH EINER KLAREN PERSPEKTIVE

Slayer verwenden in Texten oft Gewalt, Krieg, religiöse Bilder und andere bedrohliche Themen. Solche Themen machen die Songs nicht zu einer neutralen oder einfachen Kulisse. Angel of Death verweist auf die Verbrechen des NS-Arztes Josef Mengele; dieses Thema ist kein Grund, die historische Realität zu romantisieren oder zu verherrlichen. Die Musik mag mit Horror und Konfrontation arbeiten, doch der Zuhörer muss weiterhin zwischen einem Thema und einer Zustimmung dazu unterscheiden. Innerhalb des Repertoires können verschiedene Erzähler und Bilder vorkommen. Hören Sie die Texte daher als Teil eines spezifischen Songs, neben den rhythmischen und instrumentalen Entscheidungen. Diese Aufmerksamkeit macht die Geschichte präziser, als wenn jede scharfe Passage nur als allgemeine Aggression zusammengefasst wird.

LANGSAMER KANN DIESELBE SPANNUNG TRAGEN

South of Heaven erscheint 1988 und lässt hören, dass Slayer sich nicht ausschließlich auf maximale Geschwindigkeit stützen müssen. Ein langsamerer Riffverlauf kann eine andere Bedrohung aufbauen, da der Zuhörer länger bei jeder Bewegung verweilt. Seasons in the Abyss folgt 1990 und liefert wieder andere Verhältnisse zwischen schnellen und ausgedehnteren Passagen. Diese Platten sind wichtige Einstiege neben Reign in Blood. Sie machen deutlich, dass die Band eine erkennbare Sprache auch in einem anderen Maßstab einsetzen kann. Die Stimme und die Gitarrenkontur bleiben wiedererkennbar, während der Rhythmus einer Figur mehr Zeit geben kann. Achten Sie auf die Akzente, die eine solche Passage lebendig halten. Weniger Eile bedeutet nicht, dass die gemeinsame Spannung automatisch abnimmt.

DER GESAMTEN ALBUMBEWEGUNG FOLGEN

Slayer auf Vinyl zu hören lädt dazu ein, dem Zusammenhang der Albumreihe zu folgen. Auf Reign in Blood zählen die kurzen Übergänge mit; ein bekannter Song erhält durch die Stücke davor und danach zusätzliche Bedeutung. Auf einer längeren Platte kann ein langsamerer Teil gerade zum Mittelpunkt werden. Die angebotene LP ist dabei eine spezifische Ausgabe. Bonusaufnahmen, digitale Remaster und andere Versionsdetails gehören nicht automatisch zu jeder Pressung mit demselben Albumtitel. Betrachten Sie die verlinkte Produktseite und nutzen Sie die Diskografie als Auswahl, um weiterzuhören. Auf der Künstlerseite stehen Platten und Stories zusammen. Beginnen Sie mit der gemeinsamen Energie und geben Sie anschließend auch den rhythmischen Unterschieden, textlichen Perspektiven und einzelnen Riffs ihren eigenen Platz.

Lesen Sie die Album Story über Reign In Blood. Auf der ARTIST PAGE von Slayer finden Sie die Platten und Geschichten zusammen.

Sehen Sie sich Reign In Blood von Slayer auf Vinyl an. Die Produktseite nennt die Ausführung und die aktuelle Verfügbarkeit.

THE FACTS

ARTISTSlayer
MUSIKThrash Metal / Heavy Metal
HÖREINSTIEGReign In Blood

DISCOGRAPHY.

Eine Auswahl aus dem Repertoire von Slayer. Folgen Sie den Links zu den jeweiligen Platten.

  1. 01
  2. 02
  3. 03
  4. 04
  5. 05

FAQ ZU SLAYER.

Entdecken Sie bei SJELF Slayer – Repentless Killogy (2LP, Coloured Vinyl). Die Produktseiten zeigen die Vinylausgaben und das LP-Format.

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