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ARTIST STORY

DUKE ELLINGTON.

Duke Ellington schrieb für Menschen, Klangfarben und ein Orchester, wie es niemand sonst hatte. Über die eigenen Stimmen seiner Band und die Zusammenarbeit mit Billy Strayhorn.

6 MIN READ WORDS BY SJELF.
Duke Ellington met een zangeres tijdens een optreden in München in 1973.

IMAGE CREDIT: Hans Bernhard (Schnobby), via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0. Für die Wiedergabe verkleinert und je nach Bildschirm zugeschnitten. Der Zuschnitt unterliegt derselben Lizenz.

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EIN ORCHESTER AUS PERSÖNLICHKEITEN.

Bei Duke Ellington hören Sie ein Orchester, das aus eigenständigen Menschen besteht. Ein Saxophon, eine gedämpfte Trompete oder ein tiefes Blasinstrument bekommt einen eigenen Charakter und kann eine ganze Passage färben. Ellington schrieb mit solchen Stimmen im Kopf. Dadurch fühlt sich ein Arrangement nicht nur wie eine Verteilung von Noten auf verschiedene Instrumente an. Es ist auch eine Begegnung zwischen Persönlichkeiten. Achten Sie auf den Moment, in dem ein Spieler aus der Band in den Vordergrund tritt. Der Hintergrund verändert sich mit, ein anderer Klang antwortet und die Musik bekommt ein neues Gesicht. Diese Fähigkeit, eine Gruppe gleichzeitig zusammenhängend und individuell klingen zu lassen, zieht sich wie ein roter Faden durch seine Platten.

WASHINGTON UND EINE EIGENE MUSIKALISCHE WELT.

Edward Kennedy Ellington wurde 1899 in Washington, D.C., geboren. 1923 ließ er sich in New York nieder. Seine Laufbahn umfasst Klavierspiel, Komposition, Arrangement und die Leitung eines Orchesters, doch auf den Aufnahmen verschmelzen diese Rollen oft miteinander. Eine kurze Klavierphrase kann einen neuen Abschnitt einleiten. Ein geschriebener Hintergrund kann einem Solisten wiederum mehr Freiheit geben. Seine Musik lädt daher dazu ein, über den Gegensatz zwischen Komposition und Improvisation hinaus zuzuhören. Ein Arrangement bildet den Ausgangspunkt, auf dem die Spieler ihren eigenen Klang einsetzen. Dieser Klang kann wiederum Anlass für einen neuen musikalischen Gedanken sein. Das Orchester ist damit auch das Instrument, mit dem Ellington denkt.

KOMPONIEREN MIT KLANG.

Eine Melodie gewinnt bei Ellington an Bedeutung durch die Art und Weise, wie sie klingt. Dieselbe Linie kann durch eine andere Kombination von Instrumenten dunkel, scharf oder fast leicht wirken. Achten Sie auf das Verhältnis zwischen hohen und tiefen Tönen sowie auf den Unterschied zwischen einem offenen und einem gedämpften Blasinstrument. Solche Entscheidungen verleihen seiner Musik einen eigenen Raum. Dabei müssen Sie nicht jede einzelne Stimme benennen. Folgen Sie zunächst der Farbe einer Passage und achten Sie darauf, wann sie sich verändert. Ein neues Instrument kann die Stimmung verschieben, ohne dass sich das Tempo ändert. So hören Sie Komposition als etwas, das nicht nur aus Melodien und Akkorden besteht, sondern auch aus der Art, wie eine Band atmet.

FAR EAST SUITE ALS SPÄTE BEGEGNUNG.

Far East Suite erschien 1967 und vereint Kompositionen von Ellington und Billy Strayhorn. Die Musik entstand aus Reiseeindrücken, mit Ortsnamen wie Delhi, Isfahan und Agra in den Titeln. Diese Titel sind kein buchstäblicher Atlas: Das Album macht daraus eine eigene Orchesterwelt. „Tourist Point of View“ erzeugt eine breite Bewegung; „Isfahan“ gibt einer melodischen Stimme viel Raum; „Ad Lib on Nippon“ schließt die Reihe weitläufig ab. Die Platte zeigt, wie Ellington verschiedene Formen zusammenbringen kann. Ein kleines musikalisches Bild erhält seine eigene Farbe, während das nächste Stück den Maßstab oder den Rhythmus erneut verändert.

BILLY STRAYHORN UND DAS GEMEINSAME WERK.

Billy Strayhorn wurde ab 1939 ein unverzichtbarer Partner in Ellingtons musikalischer Welt. Er schrieb unter anderem „Take the A Train“, die Komposition, die zur Erkennungsmelodie des Orchesters wurde. Diese Zusammenarbeit verdient Aufmerksamkeit, wenn Sie eine Ellington-Platte hören. Die Musik stammt nicht ausschließlich von einer Person, egal wie stark die Band mit Ellingtons Namen verbunden ist. Strayhorns Gespür für Harmonien und sein Verständnis für den Orchesterklang machten das gemeinsame Repertoire reicher. Hören Sie auf eine Melodie, die scheinbar mühelos fließt, während die Akkorde ihr immer wieder eine neue Farbe verleihen. Hier wird hörbar, wie sich Komposition und Arrangement gegenseitig verstärken und wie ein vertrauter Bandklang mehreren Autoren Platz bieten kann.

EINE MELODIE UND DIE STIMME, DIE SIE TRÄGT.

Ellingtons Aufmerksamkeit für einzelne Spieler macht es interessant, eine Solopassage neben dem gesamten Orchester zu hören. Die Melodie kann durch einen breiten, warmen Ton oder einen schärferen Ansatz eine andere Bedeutung erhalten. Die Band unterstützt diesen Charakter, anstatt ihn auszulöschen. Eine Hintergrundfigur gibt eine rhythmische Richtung vor; ein langer Ton einer anderen Sektion kann eine zusätzliche Spannungsebene aufbauen. Achten Sie einmal auf den Übergang zurück zum gemeinsamen Thema. Der Solist verschwindet nicht einfach in einem großen Klangblock. Seine vorherige Linie färbt weiterhin mit, wie Sie die Rückkehr wahrnehmen. Das ist eine konkrete Art, die Persönlichkeit des Orchesters zu erkennen.

CARAVAN UND DIE BEWEGUNG EINER IDEE.

„Caravan“, das Ellington zusammen mit dem Posaunisten Juan Tizol schrieb, zeigt, wie eine starke musikalische Idee verschiedene Interpretationen tragen kann. Das Stück wurde 1936 zunächst mit einer kleineren Gruppe aufgenommen und erhielt danach auch eine größere Orchesterform. Die erkennbare Melodie und die rhythmische Bewegung geben den Zuhörern einen Halt, während sich die Instrumentenfarben ändern können. Ein solcher Vergleich macht Ellingtons Arbeitsweise greifbar. Eine Komposition ist kein abgeschlossenes Objekt, das immer gleich klingen muss. Sie bietet eine Form, die immer wieder neu gefüllt werden kann. Achten Sie bei verschiedenen Aufnahmen auf den Anfang, die Begleitung und die Rolle der Solisten. Dieselbe Idee kann dadurch eine ganz andere Landschaft erhalten.

ELLINGTON AUF VINYL.

Ein Ellington-Album auf LP gibt dem Orchesterklang Zeit, vertraut zu werden. Die erste Passage kann viel auf einmal zeigen; nach ein paar Stücken erkennen Sie, wie verschiedene Stimmen ihren Platz finden. Lassen Sie eine Seite durchlaufen und achten Sie darauf, wann sich der Maßstab der Musik ändert: von einem einzelnen Spieler zu einer größeren Sektion, von einem kleinen melodischen Gedanken zu einem breiten Arrangement. Die physische Platte macht einen solchen Hördurchgang übersichtlich. Die Zusammenstellung ist dabei wichtiger als ein allgemeines Versprechen zur Pressqualität. Ein einzelner Song, eine Suite und eine Zusammenstellung bieten unterschiedliche Zusammenhänge. Werfen Sie einen Blick auf die Produktdaten, wenn Sie wissen möchten, welche Aufnahmen die angebotene Vinyl-Ausgabe vereint.

Lesen Sie die Album Story zur Far East Suite. Auf der Künstlerseite von Duke Ellington finden Sie die Platten und weitere Geschichten gebündelt.

Möchten Sie dieses Album auf Vinyl hören? Werfen Sie einen Blick auf „Far East Suite“ von Duke Ellington auf LP. Die Produktseite enthält die Details und die Verfügbarkeit der angebotenen Ausgabe.

FAKTEN

KÜNSTLERDuke Ellington
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DISKOGRAFIE.

Eine Auswahl aus dem Repertoire von Duke Ellington. Folgen Sie den Album-Links für die jeweiligen Platten oder Geschichten.

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FAQ ZU DUKE ELLINGTON.

Was zeichnet die Musik von Duke Ellington aus?

Bei Duke Ellington hören Sie ein Orchester, das aus eigenständigen Menschen besteht. Ein Saxophon, eine gedämpfte Trompete oder ein tiefes Blasinstrument bekommt einen eigenen Charakter und kann eine ganze Passage färben.

Mit welchem Album kann ich weiterhören?

Beginnen Sie mit der Far East Suite und hören Sie anschließend eine weitere Platte aus der Diskografie. So können Sie selbst hören, wie sich Stimme, Instrumente und Arrangements zueinander verhalten.

Welche Platten finde ich bei SJELF?

Auf der KÜNSTLERSEITE von Duke Ellington finden Sie die verknüpften Platten und Geschichten. Öffnen Sie ein Produkt für Details zur Ausführung und aktuellen Verfügbarkeit.

Worauf sollte ich bei einer Vinyl-Ausgabe achten?

Überprüfen Sie auf der Produktseite das Label, das Format und die angegebenen Editionsdetails. Ein ursprüngliches Albumdatum kann vom Datum einer Wiederveröffentlichung abweichen. Die Farbe oder das Gewicht des Vinyls allein sind kein Beweis für ein anderes Mastering oder einen besseren Klang.

DAS LETZTE WORT

HÖREN SIE ZU, WER SPRICHT.

Eine gute erste Frage bei Ellington ist einfach: Wer trägt diese Passage? Manchmal ist es ein Solist, manchmal die Rhythmusgruppe und manchmal eine Kombination, die man nicht sofort auseinanderhalten kann. Beginnen Sie mit der Farbe, die auffällt, und hören Sie dann, was darunter passiert. So verwandelt sich ein beeindruckender Orchesterklang in eine Reihe konkreter Begegnungen. Ellingtons Platten bleiben interessant, weil dieses Verhältnis zwischen Person und Ganzem immer wieder anders organisiert wird. Die Melodien sind Anhaltspunkte, die Arrangements schaffen Raum und die Spieler geben der Musik ein eigenes Gesicht. Beim zweiten Hören hört man deshalb oft eine andere Stimme im Vordergrund, ohne dass die Platte ihren Zusammenhalt verliert.

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